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Wenn Menschen zusammen das Geistige in innerer Ehrlichkeit suchen,
dann finden sie auch die Wege zueinander von Seele zu Seele.
R. Steiner

Das Leitbild

Die Lebensgemeinschaft e. V. Sassen und Richthof ist ein Versuch auf der Grundlage der Anthroposophie Rudolf Steiners neue soziale Formen des Gemeinschaftslebens zu erüben und zu entwickeln. In ihren Dorfgemeinschaften möchten behinderte und nichtbehinderte Menschen ihre Arbeitskraft für die Bedürfnisse anderer Menschen einsetzen. Sie wollen üben, den sozialen Organismus so lebendig und beweglich zu gestalten, dass jeder seinen Fähigkeiten entsprechend und diese dabei entwickelnd mitwirken kann. Die Begegnung von Mensch zu Mensch, das herzliche Interesse am Schicksal des Anderen und die Achtung der Würde seiner Persönlichkeit sollen die Verhältnisse der Menschen zueinander regeln. Das Studium der Natur- und Geisteswissenschaften, der Kunst und Religion öffnet den Blick auf die ewige Natur des Menschen, auf seine sich entwickelnde Individualität. Das Streben nach Bildung in diesem Sinne ist die Voraussetzung für ein gesundes Gemeinwesen.

Anthroposophische Grundlagen


Das Studium der anthroposophischen Menschenkunde und damit die Erkenntnis des Menschenwesens nach physischem Leib, Ätherleib (Lebensleib), Seele und Geist bilden die Grundlage für die Gestaltung des Dorflebens, der Kultur, der Arbeit und der therapeutischen Angebote. Für den physischen und den ätherischen Leib sind eine gesunde und rhythmische Lebensweise von Bedeutung. Das seelische und geistige Wesen des Menschen bildet sich und reift in der Qualität zwischenmenschlicher Beziehungen. Das Phänomen von Beziehung liegt in der Haltung oder Gesinnung zueinander. Die Qualität von Beziehungen fördert oder hemmt, heilt oder kränkt. Wie eine vorwiegend gesunde Ernährung und Lebensweise einen positiven Einfluss auf die Förderung und Erhaltung der Vitalität hat, ernähren und bilden Kunst, Philosophie und Religion Geist und Seele des Menschen. Das gemeinsame künstlerische Schaffen, das gemeinsame Erarbeiten von Ideen, das gemeinsame religiös - kultische Erleben entwickelt und vertieft die Qualität zwischenmenschlicher Beziehungen. Im Ausgestalten der Gedanken, der Gefühle und der Handlungen erkennt und erlebt der Mensch sich selbst und seine Mitmenschen. Die Achtung und Wertschätzung des Anderen hilft ihm, Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen zu entwickeln und auf diesem sicheren Boden mit Fehlern und Kritik konstruktiv lernend umzugehen. Der geistige Wesenskern des Menschen, sein Ich, trägt die Früchte vergangener Erdenleben in diese Inkarnation. Es taucht mit der Konzeption in einen Erbstrom ein und muss diesen, so weit die Kräfte reichen, allmählich umwandeln, ihn sich zu Eigen machen. Gleichzeitig taucht das Ich des Menschen in eine konkrete Gemeinschaft von Menschen ein. In der Art wie die leibliche Entwicklung und die Entwicklung der Beziehungen zur sozialen Umwelt sich gestalten, spricht sich das Schicksal aus. Nur die Begegnung von Mensch zu Mensch, von Ich zu Ich um dieser Begegnung selbst willen, aus herzlichem und mutvollem Schicksalsinteresse kann der Bedrohung des Menschenwesens entgegenwirken, die darinnen liegt, dass der werdende Mensch zunehmend nach Nützlichkeit beurteilt und Zwecken unterworfen wird, die außerhalb seines Menschwerdens liegen.

 

Leitbild der WfbM

Die Teilnahme am Arbeitsleben ist wesentlicher Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Sie hat durch die Schaffung von Waren und Dienstleistungen die Befriedigung der Bedürfnisse anderer Menschen zum Ziel. Sie ist gleichzeitig auch kulturschaffend, indem sie die Ressourcen der Erde schont und pflegend an der Erde tätig ist. Die Ausbildung eines sozialen Miteinanders beruht auf wertschätzendem Umgang aller in einem Bereich tätigen Menschen.

Die Ermöglichung der Teilhabe am beruflichen Leben ist Aufgabe der Gesellschaft.

Die Lebensgemeinschaft ist in allen Bereichen bemüht, diese Aufgabe unter Berücksichtigung eines auf der Anthroposophie Rudolf Steiners gegründeten Menschen- und Weltbildes wahrzunehmen. Sie ist eingebettet in die Gestaltung eines freien Bildungs- und Kulturlebens, in die Schaffung eines die Gleichberechtigung und die Würde des einzelnen berücksichtigenden Sozialwesens und in die Bemühung um die Schaffung von brüderlichen Verhältnissen im wirtschaftlichen Leben sowie dem Schutz der Umwelt.

Zur Teilhabe am beruflichen Leben hat die Lebensgemeinschaft in ihrer WfbM eine Vielzahl verschiedener handwerkliche Betriebe geschaffen, in denen der Betreute überschaubare Einzelfähigkeiten erüben und handhaben, wie auch ein Verständnis für den gesamten Arbeitsprozess gewinnen kann. Die Sinnhaftigkeit seiner Arbeit kann so unmittelbar wahrgenommen werden. (Antonovsky: Handhabbarkeit, Verstehbarkeit; Sinnhaftigkeit = Salutogenese).

Die berufliche Ausbildung erfolgt, vergleichbar einer traditionellen Ausbildung, integriert in den einzelnen handwerklich orientierten Betrieben. Sie berücksichtigt aber die Anpassung der Arbeitsschritte unter Einbeziehung der tatsächlich vorliegenden kognitiven und manuellen Fähigkeiten. Sie versucht den Auszubildenden so weit als möglich zu fördern. Das kann sowohl eine Vertiefung in einem Bereich bedeuten oder auch das Kennenlernen verschiedener Arbeitsfelder. Ziel der Förderung ist die Befähigung zur Teilhabe am Arbeitsleben sowie die Erlangung neuer Kompetenzen. Wünschenswert ist die Teilhabe am freien Arbeitsmarkt, soweit dies die individuellen Fähigkeiten zulassen und die Rahmenbedingungen für geeignete Stellen mit einer Zukunftsperspektive geschaffen sind. Ein dauerhaftes Scheitern soll durch sorgfältige Prüfung der tatsächlichen Gegebenheiten möglichst vermieden werden. Zur Überprüfung dieser selbstgesteckten Ziele, hat die Lebensgemeinschaft ein Qualitätsmanagementhandbuch in den Betrieben ihrer WfbM eingeführt.